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Kategorie: Aktuelles

  • Gemeinsame Resolution gegen Kürzungen bei Sprach- und Integrationskursen

    Gemeinsame Resolution gegen Kürzungen bei Sprach- und Integrationskursen

    Der Rat der Stadt Wuppertal hat sich mit einer gemeinsamen Resolution von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und der Ratsgruppe BSW gegen die aktuellen Kürzungen bei Integrations- und Berufssprachkursen ausgesprochen. Susanne Herhaus Stadtverordnete des BSW und Mitglied im Sozialausschuss erklärte hierzu: Sprache ist der Schlüssel zu Arbeit, Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Wer keine ausreichenden Sprachkenntnisse erwerben kann, hat deutlich schlechtere Chancen auf Integration und ein selbstständiges Leben.

    Die Kürzungen bei Integrations- und Berufssprachkursen treffen Wuppertal direkt. Hunderte Menschen verlieren die Möglichkeit, Sprachkurse zu besuchen oder wichtige Abschlüsse wie das B1-Niveau zu erreichen.

    Das ist weder sozial sinnvoll noch wirtschaftlich klug. Fehlende Sprachförderung erschwert Integration, verschärft den Fachkräftemangel und belastet langfristig auch die Kommunen.

    Deshalb setzen wir mit dieser Resolution ein klares Signal:
    Wuppertal steht für Integration durch Sprache, Bildung und Teilhabe. Der Bund muss den Zulassungsstopp zurücknehmen und die Sprachförderung verlässlich sichern.

  • Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung am Norrenberg Friedhof

    Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung am Norrenberg Friedhof

    Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, nahm der Geschäftsführer der BSW-Ratsgruppe Wuppertal, Tim Lukas Körner, an der Gedenkveranstaltung auf dem Norrenberg Friedhof teil und legte dort einen Gedenkkranz nieder.

    Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Opfer des Nationalsozialismus, des Krieges sowie der Gewaltherrschaft gedacht. Der 8. Mai erinnert an die Befreiung Deutschlands vom Faschismus und mahnt zugleich, Verantwortung für Demokratie, Frieden und Menschlichkeit zu übernehmen.

    Körner erklärt dazu:

    „Der 8. Mai ist nicht nur ein Tag der Erinnerung, sondern auch ein klarer Auftrag für die Gegenwart. Faschistisches Denken darf niemals relativiert oder normalisiert werden. Weder auf der Straße noch in Parlamenten oder gesellschaftlichen Debatten. Gerade in einer Zeit, in der rechtsextreme Ideologien wieder lauter werden, muss jeden Tag konsequent gegen Menschenhass, Ausgrenzung und Faschismus Haltung gezeigt werden. Erinnerung bedeutet Verantwortung.“

    Die Wuppertaler Stadtverordnete Susanne Herhaus erklärt ergänzend:

    „Die Verbrechen des Nationalsozialismus dürfen niemals vergessen werden. Gerade heute sehen wir wieder, wie rechtsextreme Ideologien gesellschaftlich verharmlost und teilweise offen normalisiert werden. Dem muss klar und entschieden widersprochen werden. Der 8. Mai erinnert uns daran, dass Demokratie, Frieden und Menschlichkeit keine Selbstverständlichkeit sind.“

    Weiter erklärt Körner:

    „Wer aus der Geschichte lernen will, darf nicht schweigen, wenn demokratische Werte angegriffen werden. Nie wieder Faschismus darf keine leere Floskel sein, sondern muss jeden Tag mit Leben gefüllt werden.“

    Der Tag der Befreiung bleibt damit nicht nur ein historisches Gedenken, sondern auch eine Verpflichtung für die Gegenwart und Zukunft: entschieden gegen Faschismus, Menschenfeindlichkeit und die Normalisierung rechtsextremer Ideologien einzutreten.

  • BV Barmen bremst das Infrastrukturprojekt „Hatzfeld Trasse“  aus.

    BV Barmen bremst das Infrastrukturprojekt „Hatzfeld Trasse“  aus.

    In ihrer Sitzung am 21.4. hat die BV Barmen die Entscheidung über den lange ersehnten 1. Bauabschnitt der Hatzfeldtrase auf Betreiben von CDU, AfD, FDP und SPD bis Mitte Juni vertagt. Die CDU nannte die Trassenführung auf einen 100m langen Teilstück am Alten Zollhaus als Grund, die SPD signalisierte noch „Beratungsbedarf“.  Dabei liegt das Konzept schon ein halbes Jahr der Öffentlichkeit vor und ist mit allen Ressorts abgestimmt.  Änderungswünsche ziehen langwierige Planungen  und Beantragungen nach sich, binden Geld und Personal und gefährden so das Gesamtprojekt der Anbindung des Barmer Nordens an die Nordbahntrasse.

    Dieser Radweg ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt für Barmer. Er  soll von Dönberg über Hatzfeld am Nordpark vorbei und den Rott bis zur Nordbahntrasse am Loh führen. Die aktuelle Planung läoft beieits seit 2022 und hatte mehrere Rückschläge zu verkraften. Die Entwässerung, Vorkehrungen gegen Störfälle im benachbarten Farbenwerk Axalta und mehrfache Änderungen der Förderbedingungen des Landes erforderten wiederholt Neuplanungen. Das Konzept hat die Verwaltung auf einer Bürgeranhörung am 30.10.2025 auf Einladung des Bürgervereins vorgestellt. Für den ersten Bauabschnitt im Volumen von 3,7 Mio. € ist eine Förderzusage von 80% „in Aussucht gestellt“, und der Eigenanteil des Stadt von 685 Tausend € ist bereits in den Haushalt 2023/27 eingestellt.  Angesichts der Haushaltslage bei Land und Stadt bringt diese erneute Verzögerung bis vor die Sommerferien natürlich auch die Förderkulisse in Gefahr. Die Bezirksvertreter Martin Fritsch (BSW) und Rainer Widmann (Grüne) warben daher eindrücklich für eine zügige Genehmigung des für Barmen  wichtigen Projektes, das auch auf der Bürgeranhörung großen Zuspruch erfuhr und viele Erwartungen weckte. Auch für folgende Gremienentscheidungen um knappe Haushaltsmittel  ist die Zögerlichkeit der BV Barmen bei ihrem eigenen Projekt ein eine unnötige Blöße. Kurt Reinhartz vom Hatzfelder Bürgerverein zeigt sich entsprechend enttäuscht. Die nächste Hürde ist der Verkehrsausschuss bereits am Dienstag 28.4.

    Autor: Dr. Martin Fritsch

  • Den Toten zum Gedenken – den Lebenden zur Mahnung Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.

    Den Toten zum Gedenken – den Lebenden zur Mahnung Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.

    Am 13. April 1945 wurden in einer Schlucht am Wenzelnberg 68 namentlich bekannte sowie drei unbekannte Männer von den Nationalsozialisten ohne Gerichtsverfahren hingerichtet. Die Angaben zur Chronik dieses Verbrechens sind auf der Gedenktafel am Mahnmal Wenzelnberg dokumentiert.

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    Vertreter der Ratsgruppe BSW Wuppertal, Susanne Herhaus (Stadtverordnete) Tim-Lukas Körner (Geschäftsführer) der Ratsgruppe 

    Der Wenzelnberg ist ein Ort des Erinnerns. Er steht als Mahnung gegen das Vergessen und verdeutlicht, wohin Hass, Ausgrenzung, Militarismus und Menschenverachtung führen können.

    Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen ist es von besonderer Bedeutung, die Erinnerung wachzuhalten und jeder Form von Rechtsextremismus, Hass gegenüber Minderheiten und menschenverachtenden Ideologien entschieden entgegenzutreten.

    Bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung am 19. April 2026 nahmen rund 250 Menschen teil, darunter viele Jugendliche, die gemeinsam der Opfer gedachten.

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    Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums

    Einen eindrucksvollen und nachdenklich stimmenden Beitrag leisteten Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums unter dem Motto:

    „Gemeinsam erinnern und Verantwortung tragen – Nie wieder leise.“

  • Auswahl des neuen Kämmerers braucht besondere Sorgfalt

    Auswahl des neuen Kämmerers braucht besondere Sorgfalt

    In der Sondersitzung des Rates der Stadt Wuppertal am 15. April wurde ein Änderungsantrag der Fraktion Die Linke beraten, für die Wahl des neuen Kämmerers eine eigene Auswahlkommission einzusetzen.

    Die BSW-Ratsgruppe hat diesen Antrag unterstützt. Für die Ratsgruppe machte Jürgen Möller deutlich, dass die Aufgaben des Kämmerers nicht mit denen anderer Beigeordneter oder Dezernenten vergleichbar sind.

    „Die künftige Besetzung dieser Position wird entscheidend dafür sein, wie Wuppertal durch die kommenden finanziell schwierigen Jahre geführt wird“, so Möller.

    Der neue Kämmerer wird in besonderem Maße Verantwortung für die Umsetzung des defizitären Haushalts 2026/2027 sowie des Haushaltssicherungskonzeptes tragen. Dabei wird es auch um tiefgreifende organisatorische Veränderungen innerhalb der Stadtverwaltung gehen.

    Aus Sicht des Stadtverordneten Jürgen Möller betrifft dies insbesondere die Verteilung von Aufgaben, Verwaltungsstrukturen und personelle Neuordnungen. Zahlreiche Beschäftigte könnten künftig andere Aufgaben übernehmen oder innerhalb der Verwaltung neu eingesetzt werden.

    „Für solche Entscheidungen braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch Durchsetzungskraft, Belastbarkeit und einen hochgradigen Willen für Veränderungen“, erklärte Möller weiter.

    Ebenso wichtig sei die Frage nach der langfristigen Perspektive. Wer diese Aufgabe übernimmt, müsse glaubhaft vermitteln können, dass er die auf Jahre angelegte Umsetzung des Haushaltssicherungskonzeptes auch konsequent begleiten und zu Ende führen will.

    Die übrigen Fraktionen und Gruppen im Rat lehnten den Antrag auf eine eigene Auswahlkommission ab.

    Die BSW-Ratsgruppe hält weiterhin daran fest, dass eine eigenständige Auswahlkommission sinnvoll gewesen wäre, um den besonderen Anforderungen dieser Schlüsselposition gerecht zu werden.

  • BUGA-Schock für Vohwinkel: Lienhard-Platz soll Busdrehscheibe werden

    BUGA-Schock für Vohwinkel: Lienhard-Platz soll Busdrehscheibe werden

    Mit großer Verwunderung erfuhren Mandatsträger und Öffentlichkeit am Mittwoch auf der Sitzung der Bezirksvertretung Vohwinkel, dass der zentrale Lienhard-Platz für die Zeit der BUGA 3031 Stell- und Wendeplatz für die Shuttle-Busse werden soll.

    Das sei alternativlos, so die BUGA-Chefin Brambora-Schulz auf dieser Sitzung. Bei der sehr gut besuchten Bürgerbeteiligung zur BUGA 2031 in Vohwinkel vor drei Wochen war hiervon allerdings keine Rede. „Diesen Plan hat man dort der Vohwinkler Öffentlichkeit vorenthalten“, kritisiert der Bezirksvertreter Georg Dieker-Brennecke vom BSW. „Frau Brambora-Schulz spielt hier offenbar nicht mit offenen Karten.“ Schon die beabsichtigte Umwandlung des landschaftsgeschützten Buntenbecker Feldes an Bahnstraße in einen BUGA-Großparkplatz hat in Vohwinkel großen Unmut hervorgerufen.

    Die BV Vohwinkel hat diesen Plan auch klar abgelehnt. „Vohwinkel will diesen Großparkplatz nicht“, so Dieker-Brennecke. Dass nun zusätzlich der BUGA-Shuttle-Verkehr in die schon jetzt überlastete Vohwinkler Innenstadt geholt werden soll, stößt auf völliges Unverständnis. „Hier bahnt sich eine Verkehrskatastrophe an“, warnt G. Dieker-Brennecke.

    Während der Zeit der BUGA wird der Lienhard-Platz nicht mehr anders nutzbar sein. „Das wird der kleine Vohwinkler Wochenmarkt nicht überleben“, prophezeit G. Dieker-Brennecke. Auch andere Veranstaltungen wie die Kirmes, das Kirchenfest, das beliebte Weinfest und evtl. auch der Vohwinkler-Tag stehen damit zur Disposition. „Das geht an die Vohwinkler Identität“, mahnt Dieker-Brennecke. „So wird die BUGA 3031 immer mehr zu einer Belastung für Vohwinkel.“

    Autor: Georg Dieker-Brennecke (BSW Bezirksvertreter Vohwinkel)

  • Sitzung der Bezirksvertretung Oberbarmen vom 14.04.2026: Transparenz bei Ersatzpflanzungen unerwünscht?

    Sitzung der Bezirksvertretung Oberbarmen vom 14.04.2026: Transparenz bei Ersatzpflanzungen unerwünscht?

    In der Sitzung der BV Oberbarmen am 14.04.2026 wurde unter TOP 0.7.1 (VO/0322/26) über einen gemeinsamen Antrag von BSW, Grünen und Linken beraten. Ziel war es, die Verwaltung zu einer transparenten Information über Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume zu verpflichten.

    Noch vor der inhaltlichen Beratung griff der SPD-Fraktionsvorsitzende den Antrag an. Er begründete dies damit, die SPD habe bereits „irgendwann mal“ eine ähnliche Anfrage gestellt und eine erneute Befassung würde lediglich unnötige Arbeit für die Verwaltung verursachen. Wann diese Anfrage gestellt worden sein soll, konnte er jedoch nicht benennen. Zudem handelte es sich nach eigener Aussage lediglich um eine Anfrage, nicht um einen Antrag mit verbindlicher Beschlusswirkung.

    Umso widersprüchlicher wirkt diese Argumentation, weil Er selbst seit November mehrfach Auskünfte über die Arbeit des Beirates des Verfügungsfonds Oberbarmen/Wichlinghausen eingefordert hat – obwohl er diesem Gremium selbst angehört. Dort scheint zusätzlicher Verwaltungsaufwand offenbar kein Problem zu sein.

    Hier wird erneut mit zweierlei Maß gemessen: Transparenz bei Baumfällungen und Ersatzpflanzungen wird als unnötige Belastung dargestellt, während eigene Anliegen selbstverständlich verfolgt werden.

    Dazu erklärt Lars Nähle:

    „Die Menschen vor Ort haben ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, ob zugesagte Ersatzpflanzungen tatsächlich erfolgen. Wer Transparenz blockiert und gleichzeitig selbst regelmäßig Auskünfte verlangt, macht sich unglaubwürdig. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass in Oberbarmen nachvollziehbar und offen gehandelt wird.“

    Autor: Lars Nähle (BSW Bezirksvertreter Oberbarmen)

  • „Von Kindern, Sicherheit und falschen Prioritäten“

    „Von Kindern, Sicherheit und falschen Prioritäten“

    In der Sitzung der Bezirksvertretung Oberbarmen am 14.04.2026 wurde vieles behandelt, von der Wiedereröffnung des Freibads bis hin zu Änderungen im Straßenraum. Doch ein Beschluss zeigt besonders deutlich, wo es gerade falsch läuft.

    Unter TOP 6 wurde mit den Stimmen von CDU, SPD, AfD und FDP beschlossen, einen verkehrsberuhigten Bereich im Wohngebiet „Bergisches Plateau“ aufzuheben und durch eine Tempo 30 Zone zu ersetzen. Begründet wurde dies damit, den Radverkehr nicht auszubremsen und die Unfalllage zu entschärfen.

    Was dabei gerne ausgeblendet wird:

    Der Unterschied zwischen beiden Regelungen ist erheblich.

    Ein verkehrsberuhigter Bereich, umgangssprachlich „Spielstraße“ – bedeutet:

    Schrittgeschwindigkeit für Fahrzeuge, Kinder haben Vorrang, Spielen auf der Straße ist ausdrücklich erlaubt.

    Eine Tempo 30 Zone dagegen erlaubt deutlich höhere Geschwindigkeiten.

    Die Straße ist dann wieder primär Verkehrsraum, nicht mehr Lebensraum.

    Genau dieser Unterschied ist entscheidend.

    Denn hier geht es um ein Wohngebiet, das bewusst als familienfreundlich mit Spielstraßen geplant wurde. Ein Umfeld, in dem Kinder sicher spielen und aufwachsen können sollten. Genau dieser Schutz wird jetzt aufgegeben.

    Besonders schwer wiegt:

    In unmittelbarer Nähe befindet sich ein inklusiver Kindergarten. Also ein Ort, an dem Kinder mit teilweise besonderem Schutzbedarf täglich unterwegs sind.

    Und trotzdem wird der Schutzraum abgeschwächt.

    Statt bestehende Regeln konsequent durchzusetzen, auch gegenüber rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern, wird der einfachere Weg gewählt: Die Regeln werden angepasst. Probleme werden nicht gelöst, sondern verlagert – zulasten derjenigen, die sich nicht selbst schützen können.

    Am Ende bedeutet das:

    Mehr Geschwindigkeit, mehr Verkehr und weniger Sicherheit.

    Dass hier eine Mehrheit aus CDU, SPD, AfD und FDP gemeinsam diesen Weg geht, zeigt vor allem eines: Wenn es darauf ankommt, werden falsche Prioritäten gesetzt, auf Kosten von Familien und Kindern.

    Das ist die falsche Politik.

    Eine lebenswerte Stadt entsteht nicht durch Anpassung an Regelverstöße, sondern durch klare Regeln und deren Durchsetzung. Gerade in Wohngebieten muss gelten:

    Sicherheit vor Ideologie.

    Autor: Lars Nähle

  • „BUGA-Kernareal“ Tesche in Vohwinkel

    „BUGA-Kernareal“ Tesche in Vohwinkel

    „Kernareal der BUGA 2031“ soll die Tesche werden, so die ambitionierte Ansage der BUGA-Chefin S. Brambora-Schulz auf der Bürgerversammlung im März 2026. Hier soll auf relativ kleinen 18 ha die eigentliche Gartenschau stattfinden (zum Vergleich: Die derzeitige Landesgartenschau in Neuss umfasst ca. 38 ha). Die ursprünglich geplante Fläche mit den ausgedehnten Tescher Wiesen bis hin zur Bahnstraße wäre übrigens dreimal so groß gewesen, wurde aber auch aus Kostengründen in der 2. Machbarkeitsstudie drastisch verkleinert.

    Das „Hauptareal“ ist nun eine seit langem brachliegende alte Gärtnerei (ca. 12 ha) in einem Dreieck zwischen der Trasse des sog. Tescher Stiches und der Nordbahntrasse. Geplant sind hier eine umfangreiche Garten- und Naturausstellung und das Hauptrestaurant (Letzteres allerdings nur für die Dauer der BUGA). Nach der BUGA soll dieses Areal ein Landschaftspark zur Naherholung werden. Hieran soll sich ein größeres Sport-, Spiel und Erholungsareal auf der alten Wassack-Deponie am Ende der Nordbahntrasse anschließen. Schon jetzt befindet sich hier ein kleiner Spielplatz mit Skateranlage, der bei Familien und Jugendlichen sehr beliebt ist. Eine Vergrößerung und qualitative Aufwertung dieses Areals stößt in Vohwinkel auf breite Zustimmung. Aber ob die Entwicklung dieses Sport- und Spielgeländes nur im Rahmen einer teuren BUGA möglich ist, darf doch stark bezweifelt werden.

    Das dritte Teilareal soll das alte Lokschuppengelände am Bahnhof, unterhalb der Nathrather Straße werden. Dieses Areal befindet sich im Besitz des bekannten Investors Clees. Hier soll auch einer der beiden Eingänge zum BUGA-Gelände entstehen. Ursprünglich war auf diesem Areal von der Fa. Clees im Rahmen der BUGA 2031 ein begrünter Wohnpark (preisgekrönte Entwurf!) mit ca. 500 Wohneinheiten geplant. Inzwischen ist diese Planung wegen diverser Probleme aber auf ca. 200 Wohneinheiten halbiert worden. Ob aber dieser geschrumpfte Wohnpark überhaupt rechtzeitig zur BUGA fertig wird, und damit vorzeigbar und Teil der BUGA 2031 wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt (4/2026) nicht zu erkennen. Man sei im Gespräch. Die nicht bebaute Hälfte dieses Areals ist jetzt für eine Pflanzenausstellung gedacht, der Wohnpark soll erst nach der BUGA 2031 entstehen, so der Plan.

    Ein Problem ist es, überhaupt auf das BUGA-Geländegelände zu kommen. Die ursprünglich geplante smarte barrierefreie Lösung eines Tunnels vom Vohwinkler Bahnhof auf das BUGA-Gelände ist nämlich am Einspruch der DB gescheitert. Aus verkehrstechnischen und topografischen Gründen gibt es so nur noch eine Lösung: eine barrierefreie Brücke vom P&R-Parkplatz über die DB-Hauptstrecke zum Eingang der BUGA auf dem gegenüber liegenden alten Lokschuppengelände. Ob hierbei die DB überhaupt mitspielt, ist zum jetzigen Zeitpunkt (4/2026) ungewiss. Ein Plan B ist nicht bekannt. Auf jeden Fall werden sich die Besucher*innen auf einen längeren Fußweg vom Bahnhof über die Brücke aufs BUGA-Gelände einstellen müssen. Der benötigte Shuttle-Service, um die Besucher*innen von den anderen BUGA-Arealen und vom Großraumparkplatz dieser Bahnbrücke zu transportieren, müsste folglich über den jetzt schon ausgelasteten P&R-Parkplatz abgewickelt werden. Das sei alternativlos. Für die Zeit der BUGA würden viele P&R-Stellplätze wegfallen, und das in der Pendler-Hochburg Vohwinkel. Da ist Ärger vorprogrammiert. Die Zufahrt zum P&R-Parkplatz über das Nadelöhr Kaiserplatz und Akzenta-Parkplatz ist bereits heute eines der größten und ungelösten Verkehrsprobleme in der Vohwinkler Innenstadt.

    Der Großraumparkplatz Buntenbeck

    Doch damit nicht genug. Der zentrale Großparkplatz der BUGA 2031 (über 1000 Stellplätze) soll am Ende der Bahnstraße auf dem Buntenbecker Feld installiert werden. Dazu muss das Buntenbecker Feld – es steht unter Landschaftsschutz! – aufwändig planiert, großflächig versiegelt und mit einem großen Regenrückhaltebecken versehen werden. Es gibt bis jetzt weder ein Artenschutz- noch ein Verkehrskonzept, die Entwässerung des Gebietes ist ungeklärt. Dies alles steht offensichtlich in einem krassen Widerspruch zum selbst erklärten Charakter der BUGA 2031, nämlich ökologisch, naturnah, sanft, schonend, nachhaltig, zukunftsweisend zu sein. Ein Problem mit der eigenen Glaubwürdigkeit sieht die BUGA-gGmbH offenbar nicht.

    Die Bezirksvertretung Vohwinkel hat diesen Großraumparkplatz im Übrigen mit nur einer Gegenstimme deutlich abgelehnt (die Einrichtung eines Gewerbegebietes an gleicher Stelle übrigens auch). Die Botschaft: Vohwinkel will diesen Großraumparkplatz nicht!

    Mit dem Großraumparkplatz schafft sich die BUGA-gGmbH zudem einen Magneten für den Individualverkehr im Vohwinkler Norden, obwohl sie weiterhinein zukunftsweisendes und ökologisches Verkehrskonzept verspricht. Ein solches Denken ist nicht nur unredlich und von gestern, sondern zudem noch völlig uninspiriert.

    Die Anfahrt von der Autobahn zum Großraumparkplatz muss über das bereits jetzt schon überlastete Wiedener Kreuz erfolgen. Noch längere Staus und Wartezeiten als die schon jetzt gewohnten werden die erwartbare Folge sein. Da der Parkplatz über 3 km vom BUGA-Eingang am Vohwinkler Bahnhof entfernt ist, wird man einen Shuttle-Service hinunter zum P&R-Parkplatz einrichten müssen (hoffentlich nicht mit den alten Verbrennern der WSW). Die Vohwinkler Innenstadt rund um den Kaiserplatz und den Bahnhof ist schon jetzt und besonders an Wochentagen verkehrstechnisch an der Grenze ihrer Kapazität und soll darüber hinaus noch den BUGA-Shuttle-Service aufnehmen. Ein vernünftiges Verkehrskonzept – von den Vohwinklern schon lange und vergeblich gefordert – konnte die BUGA-gGmbH bislang nicht vorlegen. Trotzdem werden mit der Einrichtung des Großraumparkplatzes (die Bauleitplanung läuft bereits) schon einmal Fakten geschaffen.

    Alles nach dem BUGA-Motto: Augen zu – und durch!

    Autor: Georg Dieker-Brennecke

  • Ostern 2026 – Hoffnung, Frieden und Zusammenhalt

    Ostern ist ein Fest der Hoffnung. Ein Moment, innezuhalten und daran zu erinnern, dass nach schwierigen Zeiten auch wieder neue Wege entstehen können.

    Kopie von Sharepics Kopie machen Günter

    Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen mit Unsicherheiten, steigenden Lebenshaltungskosten und gesellschaftlichen Spannungen konfrontiert sind, gewinnt diese Botschaft eine besondere Bedeutung.
    Ostern steht für Neuanfang und für die Kraft, Veränderungen gemeinsam zu gestalten.

    Als Ratsgruppe setzen wir uns dafür ein, dass diese Hoffnung nicht nur ein Symbol bleibt, sondern konkrete Realität wird: durch soziale Gerechtigkeit, eine starke kommunale Infrastruktur und ein solidarisches Miteinander in unserer Stadt.

    Wir sind überzeugt: Politik muss den Menschen dienen nicht umgekehrt. Gerade auf kommunaler Ebene entscheidet sich, ob Zusammenhalt gelingt oder ob Spaltung wächst.

    Ostern erinnert uns daran, dass Veränderung möglich ist. Dass Engagement zählt. Und dass es sich lohnt, für eine gerechtere Gesellschaft einzustehen.

    In diesem Sinne wünschen wir allen Bürgerinnen und Bürgern ein frohes, friedliches und hoffnungsvolles Osterfest.

    Ihre BSW Ratsgruppe im Rat der Stadt Wuppertal

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