Kopie von BSW Vorlagen Kreisverband quer

Kategorie: Bezirksvertreter

  • Verwaltung mauert bei Parkplatznot

    Verwaltung mauert bei Parkplatznot

    In der Bezirksvertretung Barmen haben SPD, Linke, Grüne und BSW einen Prüfauftrag an die Verwaltung gestellt, wie die Parkplatznot in innenstadtnahen Wohnquartieren entschärft werden kann. Gerade am Rott, Sedansberg und Hesselnberg hat sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verschärft: Trotz sinkender Einwohnerzahl gibt es mehr zugelassene Autos, während gleichzeitig Parkplätze weggefallen sind.

    Die Antwort der Verwaltung fiel ernüchternd aus: In den nächsten Jahren gebe es dafür keine Kapazitäten. Stattdessen sei es Aufgabe der Autofahrer, private Stellplätze anzumieten.

    Dazu erklärt unser Bezirksvertreter Dr. Martin Fritsch:
    „Das ist eine irritierende Sichtweise, wer hier Koch ist und wer Kellner. Nicht die Verwaltung hat den gewählten Vertretern vorzugeben, welche Anliegen der Bürger wichtig sind, sondern umgekehrt.“

    Ziel unseres Antrags ist die rechtliche Prüfung, wie Parkraum stärker für Anwohner bereitgestellt werden kann. Dazu gehören unter anderem die Nutzung von Geschäftsparkplätzen außerhalb der Öffnungszeiten, Quartiersparkhäuser, Fahrradgaragen oder die bessere Nutzung bestehender Parkdecks wie am Rathaus.

    Für viele Menschen ist das Auto unverzichtbar. Umso wichtiger ist es, die berechtigten Sorgen der Bürger ernst zu nehmen, anstatt das Problem auf die lange Bank zu schieben.

  • Neuanfang – BSW Kommunalmandatsträgergruppe Wuppertal

    Neuanfang – BSW Kommunalmandatsträgergruppe Wuppertal

    Mit der Auflösung der Ratsgruppe endet ein Kapitel kommunalpolitischer Arbeit in Wuppertal. Unser Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt geht jedoch weiter.

    Die BSW Kommunalmandatsträgergruppe Wuppertal wird derzeit getragen von:

    • Susanne Herhaus (Stadtverordnete)
    • Georg Dieker-Brennecke (Bezirksvertreter Vohwinkel)
    • Dr. Martin Fritsch (Bezirksvertreter Barmen)
    • Gerd-Peter Zielezinski (Bezirksvertreter Elberfeld)

    Gemeinsam möchten wir auch weiterhin über kommunalpolitische Entwicklungen informieren, Positionen zu wichtigen Themen vertreten und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt fördern.

    Wuppertal steht vor großen Herausforderungen – von sozialer Gerechtigkeit über bezahlbares Wohnen bis hin zu einer bürgernahen Verwaltung. Wir werden diese Themen weiterhin kritisch, konstruktiv und mit Blick auf die Interessen der Menschen vor Ort begleiten.

    Diese Seite soll künftig als Informationsplattform dienen und Einblicke in unsere kommunalpolitische Arbeit geben.

    Die Betreuung und Öffentlichkeitsarbeit dieser Seite erfolgt durch Tim Lukas Körner, ehemaliger Geschäftsführer der Ratsgruppe BSW Wuppertal.

    Wir freuen uns auf den Austausch mit euch.

    BSW Kommunalmandatsträgergruppe Wuppertal

  • BUGA-Schock für Vohwinkel: Lienhard-Platz soll Busdrehscheibe werden

    BUGA-Schock für Vohwinkel: Lienhard-Platz soll Busdrehscheibe werden

    Mit großer Verwunderung erfuhren Mandatsträger und Öffentlichkeit am Mittwoch auf der Sitzung der Bezirksvertretung Vohwinkel, dass der zentrale Lienhard-Platz für die Zeit der BUGA 3031 Stell- und Wendeplatz für die Shuttle-Busse werden soll.

    Das sei alternativlos, so die BUGA-Chefin Brambora-Schulz auf dieser Sitzung. Bei der sehr gut besuchten Bürgerbeteiligung zur BUGA 2031 in Vohwinkel vor drei Wochen war hiervon allerdings keine Rede. „Diesen Plan hat man dort der Vohwinkler Öffentlichkeit vorenthalten“, kritisiert der Bezirksvertreter Georg Dieker-Brennecke vom BSW. „Frau Brambora-Schulz spielt hier offenbar nicht mit offenen Karten.“ Schon die beabsichtigte Umwandlung des landschaftsgeschützten Buntenbecker Feldes an Bahnstraße in einen BUGA-Großparkplatz hat in Vohwinkel großen Unmut hervorgerufen.

    Die BV Vohwinkel hat diesen Plan auch klar abgelehnt. „Vohwinkel will diesen Großparkplatz nicht“, so Dieker-Brennecke. Dass nun zusätzlich der BUGA-Shuttle-Verkehr in die schon jetzt überlastete Vohwinkler Innenstadt geholt werden soll, stößt auf völliges Unverständnis. „Hier bahnt sich eine Verkehrskatastrophe an“, warnt G. Dieker-Brennecke.

    Während der Zeit der BUGA wird der Lienhard-Platz nicht mehr anders nutzbar sein. „Das wird der kleine Vohwinkler Wochenmarkt nicht überleben“, prophezeit G. Dieker-Brennecke. Auch andere Veranstaltungen wie die Kirmes, das Kirchenfest, das beliebte Weinfest und evtl. auch der Vohwinkler-Tag stehen damit zur Disposition. „Das geht an die Vohwinkler Identität“, mahnt Dieker-Brennecke. „So wird die BUGA 3031 immer mehr zu einer Belastung für Vohwinkel.“

    Autor: Georg Dieker-Brennecke (BSW Bezirksvertreter Vohwinkel)

  • BUGA 2031 – Areale und Projekte

    Die BUGA 2031 ist im Wesentlichen auf 3 Arealen mit verschiedenen Projekten geplant, die in diesem knappen Überblick nicht bis ins Detail dargestellt werden können.

    1 Die Hängeseilbrücke
    Zentrales Aushängeschild und Publikumsmagnet soll eine Hängeseilbrücke von der Kaiserhöhe zur Königshöhe werden. Es ist, wie wir noch sehen werden, das Schlüsselprojekt der BUGA 2031.
    Allein schon die Namensgeber dieser beiden Höhen, König und Kaiser, sind eine Ansage. Wer will das toppen? Die beiden Höhen sind eine z.T. landschaftsgeschützte Wald- und Parklandschaft.
    Diese Hängeseilbrücke soll das gesamte Tal der Wupper überspannen, darunter ein dicht bebautes Wohngebiet am Nützenberg, die B7, das Gelände des Bayer-Werks sowie die Hauptstrecke der DB. An zwei mächtigen, wohl 50m hohen Pylonen auf beiden gegenüberliegenden Höhen soll diese Brücke aufgehängt werden. Das wird nicht möglich sein, ohne gravierende Eingriffe in Natur und Landschaft. Es müssen Bäume gefällt werden, Zuwege sowie Rettungswege müssen in diese Idylle hineintrassiert werden. Auch weitere Infrastruktur wird nötig sein, wie Parkmöglichkeiten, Maut-, Empfangs- und Verpflegungsstellen. Unklar ist bis jetzt, wie die vielen erwarteten Besucher*innen überhaupt zu den beiden Brückeneinstiegen kommen sollen.
    Ob aber diese Brücke überhaupt genehmigungsfähig ist, steht in den Sternen. Bayer hat die zu überbrückende Fläche erst kürzlich in die höchstmögliche Gefahrenstufe klassifiziert. Da sind Einsprüche des Unternehmens zu erwarten. Wie kann bei einer Gefahrenlage die Brücke zügig und sicher evakuiert werden, ist nur eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt. Einsprüche sind auch von der Bahn zu erwarten. Aus Sicherheitsgründen müsste der unter der Brücke liegende Streckenabschnitt nämlich wegen evtl. herabfallender Gegenstände aufwändig eingehaust werden, was eine große technische Herausforderung darstellt und zu deren Kosten die DB wohl kaum tragen würde. Mit Widerstand ist auch von Seiten der betroffenen Anwohner zu rechnen, nicht nur wegen des fehlenden Sichtschutzes. Es wird also wohl zu Einsprüchen und evtl. Gerichtsverfahren kommen, was den vorgegebenen Zeitrahmen bis 2031 deutlich sprengen dürfte.
    Wie es mit der geplanten Hängeseilbrücke weitergeht, werden wir erst nach der fertigen Bauleitplanung Mitte 2027 erfahren. Da es ein rein touristisches Projekt ist, wird es schwer sein, an entsprechende Fördergelder zu kommen.  Sollte die Brücke nicht zu realisieren sein, aus welchem Grund auch immer, wäre das eine Katastrophe für die BUGA. Sie verlöre ihre Hauptattraktion.

    2. Das Zoo-Areal
    Das Zoo-Areal, der sog. Grüne Zoo“, soll lediglich mit 1 ha an der BUGA 2031 beteiligt sein. Aber das Drumherum ist interessant. So ist eine Seilbahn geplant, die die Besucher*innen vom Zoo hinauf zur Königshöhe gondeln soll. Oben auf der Höhe hätte dann man nach einem Fußweg Zugang zur Hängeseilbrücke. Die Talstation würde nach derzeitiger Planung auf einem noch zu bauenden Großparkhaus mit etwa 600 Stellplätzen im historischen Zoo-Viertel installiert werden. Eine Höhe von 20 Metern über Grund muss nämlich erreicht werden, um das denkmalgeschützte Areal zu überqueren. Insgesamt könnte dieser riesige kubische Klotz dann mit wohl 35 Metern Höhe das gesamte Zoo-Viertel überragen.
    Für diese Seilbahnbahn muss allerdings noch ein Investor und Betreiber gefunden werden, für den sich der Betrieb, auch auf Dauer, lohnt. Kommt aber die Hängeseilbrücke nicht, wäre das Projekt sowieso gestorben. Die Seilbahn würde nämlich auf der Königshöhe im touristischen Nichts enden und wäre für keinen Investor lukrativ.
    Keine Hängeseilbrücke – keine Seilbahn. Was bleibt dann noch von einer so „verzwergten“ BUGA 2031 übrig?

    3. Die Tesche in Vohwinkel
    Bleibt die Vohwinkler Tesche als Kernareal. Hier soll auf relativ kleinen 18 ha (die ursprünglich gelplante Fläche mit den Tescher Wiesen wäre dreimal so groß gewesen) die eigentliche Gartenschau stattfinden. Zum Vergleich: Die derzeitige Landesgartenschau in Neuss umfasst ca. 38 ha.
    Das Hauptareal ist eine seit langem brachliegende alte Gärtnerei (ca. 12 ha) in einem Dreieck zwischen der Trasse des sog. Tescher Stiches und der Nordbahntrasse. Geplant sind hier eine umfangreiche Garten- und Naturausstellung und das Hauptrestaurant für die Dauer der BUGA.
    Hieran soll sich ein größeres Sport-, Spiel und Erholungsareal auf der alten Wassack-Deponie am Ende der Nordbahntrasse anschließen. Schon jetzt befindet sich hier ein kleiner Spielplatz mit Skateranlage, der bei Familien und Jugendlichen sehr beliebt ist. Eine Vergrößerung und qualitative Aufwertung dieses Areal stößt in Vohwinkel auf breite Zustimmung. Aber ob für die Entwicklung dieses Geländes eine ganze BUGA notwendig ist, darf doch stark bezweifelt werden.
    Das zentrale Problem ist aber, wie man überhaupt auf das BUGA-Gelände kommt. Der Haupteingang der BUGA ist auf den alten Lokschuppengelände geplant. Um hierhin zu gelangen, müssen notwendigerweise die Gleise der DB irgendwie überquert werden. Die ursprünglich geplante smarte barrierefreie Lösung eines Tunnels vom Vohwinkler Bahnhof auf das BUGA-Gelände ist am Einspruch der DB gescheitert. Aus verkehrstechnischen und topografischen Gründen gibt es so nur noch eine Lösung: eine barrierefreie Brücke vom P&R-Platz über die DB-Hauptstrecke zum Eingang auf dem gegenüber liegenden alten Lokschuppengelände. Ob hierbei die DB überhaupt mitspielt, ist zum jetzigen Zeitpunkt (3.2026) ungewiss. Ein Plan B ist nicht bekannt.
    Auf jeden Fall werden sich die Besucher*innen auf einen längeren Fußweg  (ca.1 km)  vom Bahnhof bis zur Brücke in Kauf einstellen müssen.
    Der benötigte Shuttle-Service, um die Besucher*innen  von den anderen Arealen und vom Großraumparkplatz zur Bahnbrücke zu transportieren, würde über den jetzt schon ausgelasteten P&R-Platz abgewickelt werden. Für die Zeit der BUGA würden viele P&R-Stellplätze wegfallen, und das in der Pendler-Hochburg Vohwinkel. Da ist Ärger vorprogrammiert. Die Zufahrt zum P&R-Platz über das Nadelöhr Kaiserplatz und Akzenta-Parkplatz ist bereits heute eines der größten und ungelösten Verkehrsprobleme in der Vohwinkler Innenstadt.

    4. Der Großraumparkplatz Buntenbeck
    Doch damit nicht genug. Der zentrale Großparkplatz der BUGA 2031 (über 1000 Stellplätze) soll am Ende der Bahnstraße auf dem Buntenbecker Feld installiert werden. Dazu muss das Buntenbecker Feld – es steht unter Landschaftsschutz! – planiert und großflächig versiegelt werden. Dies steht natürlich in krassem Widerspruch zum selbst erklärten Charakter der BUGA: ökologisch, naturnah, sanft, schonend, nachhaltig, zukunftsweisend …. Ein Problem der eigenen Glaubwürdigkeit erkennt die BUGA-gGmbH offenbar nicht.
    Die Bezirksvertretung Vohwinkel hat diesen Großraumparkplatz im Übrigen ganz deutlich abgelehnt (die Einrichtung eines Gewerbegebietes an gleicher Stelle übrigens auch). Vohwinkel will ihn nicht!!!
    Mit dem Großraumparkplatz schafft sich die BUGA-gGmbH einen Magneten für den Individualverkehr im Vohwinkler Norden, obwohl die sie immer noch ein zukunftsweisendes und ökologisches Verkehrskonzept verspricht. Ein solches Denken ist nicht nur unredlich und von gestern, sondern zudem noch völlig uninspiriert. 
    Die Anfahrt von der Autobahn muss über das bereits jetzt schon überlastete Wiedener Kreuz erfolgen. Noch längere Staus und Wartezeiten werden die erwartbare Folge sein. Da der Parkplatz über 3 km vom BUGA-Eingang am Vohwinkler Bahnhof entfernt ist, wird man einen Shuttle-Service hinunter zum P&R-Platz einrichten müssen (hoffentlich nicht mit alten Verbrennern der WSW). Die Vohwinkler Innenstadt rund um den Kaiserplatz und den Bahnhof ist schon jetzt besonders an Wochentagen an der Grenze der Kapazität und soll darüber hinaus noch den Shuttle-Service aufnehmen. Ein vernünftiges Verkehrkonzept – von vielen Vohwinklern schon lange gefordert – konnte die BUGA-gGmbH bislang nicht vorlegen. Stattdessen werden mit dem Bau (man steht kurz vor der Bauleitplanung) des Großraumparkplatzes bereits Fakten geschaffen.
    Alles nach dem BUGA-Motto: Augen zu – und durch! Wird schon.

    Ob dieses Prinzip auch für die Kosten und die Finanzierung der BUGA 2031 gilt, kann man demnächst an dieser Stelle erfahren. 

    Autor: Georg Dieker-Brennecke

  • „BUGA-Kernareal“ Tesche in Vohwinkel

    „BUGA-Kernareal“ Tesche in Vohwinkel

    „Kernareal der BUGA 2031“ soll die Tesche werden, so die ambitionierte Ansage der BUGA-Chefin S. Brambora-Schulz auf der Bürgerversammlung im März 2026. Hier soll auf relativ kleinen 18 ha die eigentliche Gartenschau stattfinden (zum Vergleich: Die derzeitige Landesgartenschau in Neuss umfasst ca. 38 ha). Die ursprünglich geplante Fläche mit den ausgedehnten Tescher Wiesen bis hin zur Bahnstraße wäre übrigens dreimal so groß gewesen, wurde aber auch aus Kostengründen in der 2. Machbarkeitsstudie drastisch verkleinert.

    Das „Hauptareal“ ist nun eine seit langem brachliegende alte Gärtnerei (ca. 12 ha) in einem Dreieck zwischen der Trasse des sog. Tescher Stiches und der Nordbahntrasse. Geplant sind hier eine umfangreiche Garten- und Naturausstellung und das Hauptrestaurant (Letzteres allerdings nur für die Dauer der BUGA). Nach der BUGA soll dieses Areal ein Landschaftspark zur Naherholung werden. Hieran soll sich ein größeres Sport-, Spiel und Erholungsareal auf der alten Wassack-Deponie am Ende der Nordbahntrasse anschließen. Schon jetzt befindet sich hier ein kleiner Spielplatz mit Skateranlage, der bei Familien und Jugendlichen sehr beliebt ist. Eine Vergrößerung und qualitative Aufwertung dieses Areals stößt in Vohwinkel auf breite Zustimmung. Aber ob die Entwicklung dieses Sport- und Spielgeländes nur im Rahmen einer teuren BUGA möglich ist, darf doch stark bezweifelt werden.

    Das dritte Teilareal soll das alte Lokschuppengelände am Bahnhof, unterhalb der Nathrather Straße werden. Dieses Areal befindet sich im Besitz des bekannten Investors Clees. Hier soll auch einer der beiden Eingänge zum BUGA-Gelände entstehen. Ursprünglich war auf diesem Areal von der Fa. Clees im Rahmen der BUGA 2031 ein begrünter Wohnpark (preisgekrönte Entwurf!) mit ca. 500 Wohneinheiten geplant. Inzwischen ist diese Planung wegen diverser Probleme aber auf ca. 200 Wohneinheiten halbiert worden. Ob aber dieser geschrumpfte Wohnpark überhaupt rechtzeitig zur BUGA fertig wird, und damit vorzeigbar und Teil der BUGA 2031 wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt (4/2026) nicht zu erkennen. Man sei im Gespräch. Die nicht bebaute Hälfte dieses Areals ist jetzt für eine Pflanzenausstellung gedacht, der Wohnpark soll erst nach der BUGA 2031 entstehen, so der Plan.

    Ein Problem ist es, überhaupt auf das BUGA-Geländegelände zu kommen. Die ursprünglich geplante smarte barrierefreie Lösung eines Tunnels vom Vohwinkler Bahnhof auf das BUGA-Gelände ist nämlich am Einspruch der DB gescheitert. Aus verkehrstechnischen und topografischen Gründen gibt es so nur noch eine Lösung: eine barrierefreie Brücke vom P&R-Parkplatz über die DB-Hauptstrecke zum Eingang der BUGA auf dem gegenüber liegenden alten Lokschuppengelände. Ob hierbei die DB überhaupt mitspielt, ist zum jetzigen Zeitpunkt (4/2026) ungewiss. Ein Plan B ist nicht bekannt. Auf jeden Fall werden sich die Besucher*innen auf einen längeren Fußweg vom Bahnhof über die Brücke aufs BUGA-Gelände einstellen müssen. Der benötigte Shuttle-Service, um die Besucher*innen von den anderen BUGA-Arealen und vom Großraumparkplatz dieser Bahnbrücke zu transportieren, müsste folglich über den jetzt schon ausgelasteten P&R-Parkplatz abgewickelt werden. Das sei alternativlos. Für die Zeit der BUGA würden viele P&R-Stellplätze wegfallen, und das in der Pendler-Hochburg Vohwinkel. Da ist Ärger vorprogrammiert. Die Zufahrt zum P&R-Parkplatz über das Nadelöhr Kaiserplatz und Akzenta-Parkplatz ist bereits heute eines der größten und ungelösten Verkehrsprobleme in der Vohwinkler Innenstadt.

    Der Großraumparkplatz Buntenbeck

    Doch damit nicht genug. Der zentrale Großparkplatz der BUGA 2031 (über 1000 Stellplätze) soll am Ende der Bahnstraße auf dem Buntenbecker Feld installiert werden. Dazu muss das Buntenbecker Feld – es steht unter Landschaftsschutz! – aufwändig planiert, großflächig versiegelt und mit einem großen Regenrückhaltebecken versehen werden. Es gibt bis jetzt weder ein Artenschutz- noch ein Verkehrskonzept, die Entwässerung des Gebietes ist ungeklärt. Dies alles steht offensichtlich in einem krassen Widerspruch zum selbst erklärten Charakter der BUGA 2031, nämlich ökologisch, naturnah, sanft, schonend, nachhaltig, zukunftsweisend zu sein. Ein Problem mit der eigenen Glaubwürdigkeit sieht die BUGA-gGmbH offenbar nicht.

    Die Bezirksvertretung Vohwinkel hat diesen Großraumparkplatz im Übrigen mit nur einer Gegenstimme deutlich abgelehnt (die Einrichtung eines Gewerbegebietes an gleicher Stelle übrigens auch). Die Botschaft: Vohwinkel will diesen Großraumparkplatz nicht!

    Mit dem Großraumparkplatz schafft sich die BUGA-gGmbH zudem einen Magneten für den Individualverkehr im Vohwinkler Norden, obwohl sie weiterhinein zukunftsweisendes und ökologisches Verkehrskonzept verspricht. Ein solches Denken ist nicht nur unredlich und von gestern, sondern zudem noch völlig uninspiriert.

    Die Anfahrt von der Autobahn zum Großraumparkplatz muss über das bereits jetzt schon überlastete Wiedener Kreuz erfolgen. Noch längere Staus und Wartezeiten als die schon jetzt gewohnten werden die erwartbare Folge sein. Da der Parkplatz über 3 km vom BUGA-Eingang am Vohwinkler Bahnhof entfernt ist, wird man einen Shuttle-Service hinunter zum P&R-Parkplatz einrichten müssen (hoffentlich nicht mit den alten Verbrennern der WSW). Die Vohwinkler Innenstadt rund um den Kaiserplatz und den Bahnhof ist schon jetzt und besonders an Wochentagen verkehrstechnisch an der Grenze ihrer Kapazität und soll darüber hinaus noch den BUGA-Shuttle-Service aufnehmen. Ein vernünftiges Verkehrskonzept – von den Vohwinklern schon lange und vergeblich gefordert – konnte die BUGA-gGmbH bislang nicht vorlegen. Trotzdem werden mit der Einrichtung des Großraumparkplatzes (die Bauleitplanung läuft bereits) schon einmal Fakten geschaffen.

    Alles nach dem BUGA-Motto: Augen zu – und durch!

    Autor: Georg Dieker-Brennecke

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung